Bäckerei Posselt auf dem Weg zu Voll-Bio!

Zum 1. Juni werden sie alle unsere Backwaren in Bio-Qualität bekommen.
Wir sind bereits dabei. Unser Vollkornbrot bekommen Sie schon seit über 40 Jahren in Bio-Qualität. In unseren Mehlsilos befindet sich bereits seit 22.03.2019 nur noch Bio-Mehl.

Wir beziehen keine Teiglinge! Wir backen noch selbst! 

Unsere Mehlsilos wurden befüllt mit Bio-Mehl:

  • am 13.03.2019 mit 5480 kg Bio-Mehl,
  • am 21.03.2019 mit 2000 kg Bio-Mehl
  • am 29.03.2019 mit weiteren 4980 kg Bio-Mehl.

Wer Kuchen und Süßes isst, achtet doch weniger auf seine Gesundheit. Ist es da sinnvoll auch auf Bio umzustellen. Wir sagen ja! Unsere Großeltern haben das Brot noch mit der Pferdekutsche ausgefahren. Nach dem Krieg wurden die Kühe noch auf die Weide getrieben. Doch auch im Allgäu müssen immer mehr Kleinbauern aufgeben.

Die Bürger wollen weder die Massentierhaltung noch überzüchtete Kühe für besonders hohe Milchleistung. Bei der Ökolandwirtschaft ist es Vorschrift, dass die Kühe auf die Weide gehen. Milch und Butter dieser Kühe enthält mehr hochwertige Omega 3 Fettsäuren. Auch wenn Kuchen nicht zu den gesunden Nahrungsmitteln zählt, sollte man sich diesen Genuss wenigstens mit hochwertigen Zutaten gönnen.

Milch, Butter, Zucker usw. wird noch vor der Preiserhöhung zum 01.06.2019 ebenfalls nur noch in Bio-Qualität verwendet werden. Das Standard Bäckerbrötchen bleibt bei 0,40 Cent.


Posselt Brot- und Feinbäckerei auf dem Weg zu Voll-Bio warum?

Das Volksbegehren Artenschutz hat gezeigt, dass es immer mehr Kritiker der intensiven Landwirtschaft gibt. Sie werden misstrauischer und sagen sich: Die Insekten werden durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weniger - wann trifft es uns? 

Alles Blödsinn - wir werden doch immer älter sagen die Befürworter der intensiven Landwirtschaft!  Doch dies trifft leider nicht mehr zu:

Hier finden Sie einen t-online Berichtet!

 

Die Menschen sind in 18 Industrieländern plötzlich nicht mehr so alt geworden, wie in den Jahren davor – darunter in den USA und Deutschland.

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass viele unter uns sind die ohne Herzschrittmacher, Bypässen oder Organverpflanzungen schon längst tot wären, dann ist das für mich ein gewaltiger Rückschritt. Unsere verantwortlichen der Gesundheitspolitik vom Gesundheitsminister bis der ihm untergeordneten Institutionen sollten sich doch endlich einmal fragen, was sie denn alles falsch machen, da die Menschen immer früher Diabetes, Krebs , Herz-Kreislauferkrankungen und andere Zivilisationskrankheiten bekommen.

Eindeutig sicher ist, je mehr Umweltgiften wir ausgesetzt sind, desto anfälliger sind wir für Krankheiten. Zu den Umweltgiften gehört auch der Elektrosmog, der mit dem Mobilfunk immer stärker zunimmt. Es gibt Menschen die werden über hundert Jahre alt, obwohl sie rauchen. Andere müssen mit 40 Jahren das Rauchen aufgeben um nicht an Krebs zu sterben. Falls Sie zu den Menschen gehören, die wenig Umweltgifte vertragen, dann können Sie trotz Krankheit dank moderner Medizin meist trotzdem noch mehrere Jahre am Leben gehalten werden. Ein längeres Leben trotz Krankheit ist für mich der falsche Weg.

Als wir bereits 1977 Bio-Vollkornbrot gebacken hatten, galten die Bio-Bauern als rückschrittlich und fortschrittsfeindlich. Unsere Politiker haben leichtgläubig Wissenschaftlern vertraut, die mit Kunstdünger, Pflanzenschutzmitteln und Medikamenten einen höheren Ertrag erzielen wollten und unsere Landwirte wurden mit Steuergeldern zum fortschrittlichen Intensivlandwirt umgeschult.

Dank dem Volksbegehren Bienensterben haben alle Parteien erkannt, dass eine intensive Landwirtschaft mit umweltschädlichen Pflanzenschutzmitteln der falsche Weg ist und alle Parteien wollen nun gegensteuern. Die Bayerische Staatsregierung hat bereits gehandelt und will das Volksbegehren übernehmen und sogar noch verbessern. Als Verbraucher und Verarbeiter von Bio-Rohstoffen habe ich dazu noch einige Vorschläge:

Damit die Felder des Biolandwirts nicht durch Nachbarfelder belastet werden,  wird der Abstand zum intensiv bewirtschafteten Feld auf ca. 500 m erhöht. Dies ist leicht möglich indem man die Subventionen für Biogas nur noch vergibt wenn der Anbau für Biogas nur noch extensiv bezuschusst wird. Liebe Politiker wie viel Meter kommen dabei heraus? Sind es vielleicht nur 100 ?  Wer das Volksbegehren verbessern möchte, sollte das wissen oder ermitteln lassen! Ein ordentlicher Abstand ist sicher leicht möglich, wenn nur die extensiv bewirtschafteten Felder subventioniert werden. So bekommen die Intensiv Landwirte einen Ausgleich für ihre  extensiven Felder am Bio-Feld.

Damit nicht unnötig viele Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden, müssen Abgaben auf Pflanzenschutzmittel im Verhältnis zur Umweltschädlichkeit erhoben werden. Die Bio-Kontrollen und Bioberatungen zur Umstellung werden kostenlos durchgeführt und über diese Abgaben finanziert. Unsere Politiker haben bisher vorrangig eine Politik für globale Großkonzerne gemacht. Zum Anbau von Pflanzen für Biogas geben Sie Landwirten Subventionen. Doch bei Preisschwankungen am Weltmarkt, lassen sie zu, dass Landwirte in den Ruin getrieben werden. Landwirte brauchen einen sicheren Marktpreis für begrenzte Erzeugermengen pro Hektar. Bei guten Ernten können die Überschüsse der Biogaserzeugung zugeführt werden. So ist sicher gestellt, dass wir auch in Krisenzeiten von Importen und Finanzspekulanten unabhängig sind.

Unsere Kleinbauern waren erfolgreicher als die durch Enteignung entstandenen großen Kolchosen im Osten. Trotzdem wurde eine Landwirtschaftspolitik gemacht, die die Kleinbauern vernichtet und die großen immer größer macht. Die Massenproduktion der Großbetriebe ist nur deshalb günstiger, da die Umweltschäden dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Wenn man den Landwirten nun sagt es geht wieder rückwärts, sollte man ihnen die bereits gewährten Darlehen zur Produktionssteigerung zinsfrei und mehrere Jahre tilgungsfrei stellen.

Nur meckern oder Versprechungen machen, die nicht eingehalten werden nützt nichts. Es müssen Taten folgen. Unsere Politiker haben gehandelt und wir haben gehandelt: seit über 40 Jahren gibt es bei uns nur Vollkornbrot in Bio-Qualität. Und wir sind bereits einen Schritt weiter. In unseren Mehlsilos befindet sich seit 22.03.2019 ebenfalls nur Bio-Mehl. Am 13.03.2019 wurden unsere Mehlsilos mit 5480 kg Bio-Mehl befüllt, am 21.03.2019 weitere 2000 kg, am 29.03.2019 weitere 4980 kg und so geht es weiter, wenn Sie als Kunde uns weiterhin unterstützen.

Kaufbeuren, 04.04.2019   Rudolf und Sabrina Posselt, Bäckerei Posselt


Obst und Gemüse beim Bio-Bäcker ist das sinnvoll?

1977 vor über 40 Jahren begannen wir Vollkornbrot nach Dr. Schnitzer zu backen. Mit der Aufklärungsarbeit von Dr. Schnitzer und Dr. Bruker entstanden Naturkostläden bei denen Weißmehlgebäcke und Industriezucker nicht angeboten wurden. Heute sind die Biomärkte voll mit unnötigen Fertigprodukten. Selbst in der alternativen Szene vertrauen immer mehr Menschen auf Ergänzungsprodukte und Vitaminpillen für ihre Gesundheit. Der Mensch gibt seine ungesunde Ernährungsweise meist nicht gern auf. Er vertraut darauf, dass so ein paar Wundermittel ihm das Heil bringen. Ich habe auch schon viel ausprobiert und wieder weggeworfen, da ich die Erfahrung gemacht habe, eine gesunde hochwertige Frischkost mit Vollkornbrot ist immer noch das beste.

Doch den wenigsten gelingt es sich überwiegend gesund zu ernähren. Auch ich esse Kuchen, Butterwischl und Weißmehlgebäcke. Doch überwiegend esse ich Frischkost mit Vollkornbrot. Ich bin damit gut gefahren und bin mit meinen 70 Jahren noch einigermaßen fitt, während ein Teil meiner Schulkameraden schon unter der Erde ist. Von Kunden habe ich schon gehört: „Ich habe Diabetes und darf keinen Kuchen mehr essen.  Ich habe Bluthochdruck. Jetzt esse ich nur noch ein halbes Butterwischl“. Mir ist aufgefallen: Je mehr rohe Frischkost ich esse, desto besser vertrage ich auch ein oder mehr Stück Kuchen.

Oft höre ich von Mitmenschen hochwertige Bio-Produkte kann ich mir nicht leisten. Mir persönlich reicht zu Mittag oft: 1/4 Salatkopf, 2 Tomaten, etwas Käse und Vollkornbrot. Schaue ich dann in den Einkaufskorb der Kunden eines Supermarktes, dann stelle ich fest, die haben vielleicht 20 bis 40 Cent an den Brötchen gespart, jedoch 20 bis 40 Euro oder mehr für unnötige eher ungesunde Produkte ausgegeben. Mein Mittagessen ist nicht immer so spartanisch, doch oft reicht mir dies. Wir arbeiten mit immer weniger körperlichen Krafteinsatz. Deshalb lesen und hören wir in den Medien immer häufiger wir sollen mehr Obst und Gemüse und Vollkornbrot essen um gesund zu bleiben.

Die modernen Supermärkte werden zu immer größeren Konsumtempeln, die Sie verführen ihren Einkaufskorb mit viel zu viel unnötigen Produkten zu füllen. Die Zeiten haben sich auch geändert die Menschen zieht es immer mehr in große Einkaufszentren, wo sie alles bekommen. Wir hoffen, dass Sie durch unser neues Konzept sich öfters mal den Weg zu diesen Konsumtempeln sparen und bei uns neben hochwertigen Brot und Gebäck auch hochwertiges Obst und Gemüse einkaufen.

Kaufbeuren, 10. April 2019      Rudolf Posselt,  Bäckerei Posselt