Posselt Bio – dazu stehen wir

Seit 1977 backen wir Bio-Vollkornbrot nach Dr. Schnitzer. Schon damals galt für hochwertiges Vollkornbrot darf nur Korn aus ökologischem Anbau verwendet werden. Mit der damaligen Naturkostwelle sind die Naturkostläden entstanden bei denen Weißmehlgebäcke nicht angeboten wurden. Heute bekommen Sie in den Bio-Märkten auch Weißmehlgebäcke und Süßigkeiten in großer Auswahl. Auch der Bio-Kunde möchte auf diesen Genuss nicht verzichten. Doch er legt Wert darauf, dass auch diese Genussprodukte mit Rohstoffen der ökologischen Landwirtschaft hergestellt werden.

In immer mehr Menschen erwacht die Erkenntnis, dass die Intensivlandwirtschaft mit Kunstdünger, Pestiziden und dem Dauereinsatz von Medikamenten weder Gut für die Tiere noch gut für den Menschen ist.

Deshalb haben wir uns entschlossen alle unsere Backwaren nur noch mit ökologischen Rohstoffen herzustellen. Seit 1. Juni werden auch unsere Feingebäcke und Kuchen nur noch mit ökologischen Rohstoffen hergestellt. Unser Kleckselkuchen besteht nun aus: Bio-Mehl, Bio-Milch, Bio-Butter, Bio-Zucker, Bio-Eier, Bio-Quark, Bio-Mohn, Bio-Aprikosenmarmelade, Bio-Hefe, Steinsalz. Da wir nur noch Bio-Backwaren herstellen und nur noch Bio-Rohstoffe einkaufen, kann es in unserem Betrieb zu keinen Verwechslungen kommen.

Auch im Imbisbereich verwenden wir außer Fleisch, Wurst und Fisch nur noch Bio-Rohstoffe. Fleisch, Wurst und Fisch haben wir im  Imbisbereich noch nicht auf Bio umgestellt. Der große Preisunterschied wäre für die meisten Kunden nicht tragbar.

Nach Dr. Schnitzer besteht ein Vollkornbrot zu 100 % aus dem vollen Korn und das Korn muss auf einer Steinmühle frisch vermahlen werden. Für viele Kunden ist jedoch ein Vollkornbrot schon ein Brot mit etwas Vollkorn. Für alle unsere Brote, auch die helles Bio-Mehl enthalten, vermahlen wir den Vollkornanteil stets frisch auf unserer Steinmühle.

Kaufbeuren, den 07. Juni 2019 Sabrina und Rudolf Posselt, Bäckerei Posselt


Klimaschutz und ökologischer Landbau

Beim Klimagipfel in Paris wurde das 4 Promilleprojekt vorgeschlagen. Wenn man weltweit auf der gesamten Agrarfläche den Humusgehalt um 4 Promille anheben würde, könnte man den gesamten Treibhausgasausstoß eines Jahres wieder einfangen. Mit der ökologischen Landwirtschaft sind problemlos viel mehr zu erzielen. Der menschengemachte Klimawandel ist somit problemlos zu stoppen, wenn unsere Politiker bereit sind, ihre falsche landwirtschaftliche Subventionspolitik zu ändern.

In Frankreich betragen die Kosten um das Wasser auf Trinkwasserqualität anzuheben 1,5 Milliarden €. Auch in Deutschland werden die Verbraucher für die Folgeschäden der Intensivlandwirtschaft mit ständig steigenden Wassergebühren für die ungerechte Subventionspolitik unsere Politiker bestraft.  Schauen Sie sich dazu den Vortrag von Felix Prinz zu Löwenstein an. „Die Zukunft der Landwirtschaft“

Mit Kohlekraftwerke schließen und den Strom aus dem Ausland einkaufen, kann der menschengemachte Klimawandel nicht gestoppt werden. Durch Futtermittelimporte für unsere Intensivlandwirtschaft wird der Regenwald abgeholzt. Subventionen für unsere Intensivlandwirtschaft und Exporte unserer Überschüsse nach Afrika zerstören die Lebensgrundlagen der ökologischen Kleinbauern und führen zu Hunger, Umweltschäden und Vertreibung der Kleinbauern.

Die Öko-Landwirte zeigen uns doch täglich wie Umwelt- und Klimaschutz funktioniert und dass es nicht notwendig ist an unserer globalen Umwelt- und Klimazerstörungspolitik festzuhalten. Unsere Politiker sollten die Kehrtwende einleiten und den Landwirten sagen: Wir haben die Folgeschäden der Intensivlandwirtschaft nicht beachtet. Es war unser Fehler, dass wir euch mit unserer falschen Subventionspolitik zu immer größer und immer mehr Ertrag getrieben haben. Wir unterstützen euch jetzt beim Umbau zur umweltverträglichen Landwirtschaft, denn dies ist der kostengünstigste und beste Weg zum Umwelt- und Klimaschutz. Dann brauchen wir keine weiteren Untersuchen durchführen ob die vielen anderen Spritzmittel für Mensch und Umwelt noch gefährlicher sind als Glyphosat.

Zu einer ordentlichen Umweltpolitik gehört, dass Steuern auf Arbeit gesenkt werden und Steuern auf Rohstoffe und Waren erhöht werden. So wird erreicht, dass Geräte und Waren nicht weggeworfen oder in Billiglohnländern entsorgt, sondern repariert oder wiederverwertet werden . Nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch diese falsche Steuerpolitik und Freihandelsabkommen mit Verboten von Schutzzöllen sowie die Steuerbefreiung von der Mineralölsteuer des Schiffs- und Flugverkehrs führen zu unnötig hohen Warentransporten mit Schädigungen von Natur und Umwelt. Statt mehr oder weniger wirkungsloser populistischer Absichtsbekundungen sollten sich unsere Regierungsvertreter das Wahlprogramm der ÖDP ansehen. Dieses Programm führt zu echter wirkungsvoller Umweltpolitik.

Kaufbeuren, den 27. Mai 2019    Sabrina und Rudolf Posselt, Bäckerei Posselt


Bäckerei Posselt auf dem Weg zu Voll-Bio!

Zum 1. Juni werden sie alle unsere Backwaren in Bio-Qualität bekommen.

Wir sind bereits dabei. Unser Vollkornbrot bekommen Sie schon seit über 40 Jahren in Bio-Qualität. In unseren Mehlsilos befindet sich bereits seit 22.03.2019 nur noch Bio-Mehl.

Wir beziehen keine Teiglinge! Wir backen noch selbst!

Unsere Mehlsilos wurden befüllt mit Bio-Mehl:

  • am 13.03.2019 mit 5480 kg Bio-Mehl,
  • am 21.03.2019 mit 2000 kg Bio-Mehl,
  • am 29.03.2019 mit 4980 kg Bio-Mehl,
  • am 15.04.2019 mit 7440 kg Bio-Mehl,
  • am 07.05.2019 mit 6480 kg Bio-Mehl,
  • am 23.05.2019 mit 7180 kg Bio-Mehl
  • Von Mitte März bis Ende Mai 2019 über 33 Tonnen Bio-Mehl

Sie sehen bevor wir unsere Weißmehlgebäcke als Bio verkaufen gehen wir in Vorleistung. An diesen Mengen sehen Sie auch, dass wir keine Bäckerei sind, die Teiglinge oder Vorgebackenes anderer Firmen aufbäckt, sondern noch alles selbst herstellt.

Wer Kuchen und Süßes isst, achtet doch weniger auf seine Gesundheit. Ist es da sinnvoll auch auf Bio umzustellen. Wir sagen ja! Unsere Großeltern haben das Brot noch mit der Pferdekutsche ausgefahren. Nach dem Krieg wurden die Kühe noch auf die Weide getrieben. Doch auch im Allgäu müssen immer mehr Kleinbauern aufgeben.

Die Bürger wollen weder die Massentierhaltung noch überzüchtete Kühe für besonders hohe Milchleistung. Bei der Ökolandwirtschaft ist es Vorschrift, dass die Kühe auf die Weide gehen. Milch und Butter dieser Kühe enthält mehr hochwertige Omega 3 Fettsäuren. Auch wenn Kuchen nicht zu den gesunden Nahrungsmitteln zählt, sollte man sich diesen Genuss wenigstens mit hochwertigen Zutaten gönnen.

Milch, Butter, Zucker usw. wird noch vor der Preiserhöhung zum 01.06.2019 ebenfalls nur noch in Bio-Qualität verwendet werden. Das Standard Bäckerbrötchen bleibt bei 0,40 Cent.

Kaufbeuren, 27. Mai 2019   Sabrina und Rudolf Posselt, Bäckerei Posselt


Obst und Gemüse beim Bio-Bäcker ist das sinnvoll?

1977 vor über 40 Jahren begannen wir Vollkornbrot nach Dr. Schnitzer zu backen. Mit der Aufklärungsarbeit von Dr. Schnitzer und Dr. Bruker entstanden Naturkostläden bei denen Weißmehlgebäcke und Industriezucker nicht angeboten wurden. Heute sind die Biomärkte voll mit unnötigen Fertigprodukten. Selbst in der alternativen Szene vertrauen immer mehr Menschen auf Ergänzungsprodukte und Vitaminpillen für ihre Gesundheit. Der Mensch gibt seine ungesunde Ernährungsweise meist nicht gern auf. Er vertraut darauf, dass so ein paar Wundermittel ihm das Heil bringen. Ich habe auch schon viel ausprobiert und wieder weggeworfen, da ich die Erfahrung gemacht habe, eine gesunde hochwertige Frischkost mit Vollkornbrot ist immer noch das beste.

Doch den wenigsten gelingt es sich überwiegend gesund zu ernähren. Auch ich esse Kuchen, Butterwischl und Weißmehlgebäcke. Doch überwiegend esse ich Frischkost mit Vollkornbrot. Ich bin damit gut gefahren und bin mit meinen 70 Jahren noch einigermaßen fitt, während ein Teil meiner Schulkameraden schon unter der Erde ist. Von Kunden habe ich schon gehört: „Ich habe Diabetes und darf keinen Kuchen mehr essen.  Ich habe Bluthochdruck. Jetzt esse ich nur noch ein halbes Butterwischl“. Mir ist aufgefallen: Je mehr rohe Frischkost ich esse, desto besser vertrage ich auch ein oder mehr Stück Kuchen.

Oft höre ich von Mitmenschen hochwertige Bio-Produkte kann ich mir nicht leisten. Mir persönlich reicht zu Mittag oft: 1/4 Salatkopf, 2 Tomaten, etwas Käse und Vollkornbrot. Schaue ich dann in den Einkaufskorb der Kunden eines Supermarktes, dann stelle ich fest, die haben vielleicht 20 bis 40 Cent an den Brötchen gespart, jedoch 20 bis 40 Euro oder mehr für unnötige eher ungesunde Produkte ausgegeben. Mein Mittagessen ist nicht immer so spartanisch, doch oft reicht mir dies. Wir arbeiten mit immer weniger körperlichen Krafteinsatz. Deshalb lesen und hören wir in den Medien immer häufiger wir sollen mehr Obst und Gemüse und Vollkornbrot essen um gesund zu bleiben.

Die modernen Supermärkte werden zu immer größeren Konsumtempeln, die Sie verführen ihren Einkaufskorb mit viel zu viel unnötigen Produkten zu füllen. Die Zeiten haben sich auch geändert die Menschen zieht es immer mehr in große Einkaufszentren, wo sie alles bekommen. Wir hoffen, dass Sie durch unser neues Konzept sich öfters mal den Weg zu diesen Konsumtempeln sparen und bei uns neben hochwertigen Brot und Gebäck auch hochwertiges Obst und Gemüse einkaufen.

Kaufbeuren, 10. April 2019      Rudolf Posselt,  Bäckerei Posselt


Posselt Brot- und Feinbäckerei auf dem Weg zu Voll-Bio warum?

Das Volksbegehren Artenschutz hat gezeigt, dass es immer mehr Kritiker der intensiven Landwirtschaft gibt. Sie werden misstrauischer und sagen sich: Die Insekten werden durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weniger - wann trifft es uns? 

Alles Blödsinn - wir werden doch immer älter sagen die Befürworter der intensiven Landwirtschaft!  Doch dies trifft leider nicht mehr zu:

Hier finden Sie einen t-online Berichtet!

Die Menschen sind in 18 Industrieländern plötzlich nicht mehr so alt geworden, wie in den Jahren davor – darunter in den USA und Deutschland.

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass viele unter uns sind die ohne Herzschrittmacher, Bypässen oder Organverpflanzungen schon längst tot wären, dann ist das für mich ein gewaltiger Rückschritt. Unsere verantwortlichen der Gesundheitspolitik vom Gesundheitsminister bis der ihm untergeordneten Institutionen sollten sich doch endlich einmal fragen, was sie denn alles falsch machen, da die Menschen immer früher Diabetes, Krebs , Herz-Kreislauferkrankungen und andere Zivilisationskrankheiten bekommen.

Eindeutig sicher ist, je mehr Umweltgiften wir ausgesetzt sind, desto anfälliger sind wir für Krankheiten. Zu den Umweltgiften gehört auch der Elektrosmog, der mit dem Mobilfunk immer stärker zunimmt. Es gibt Menschen die werden über hundert Jahre alt, obwohl sie rauchen. Andere müssen mit 40 Jahren das Rauchen aufgeben um nicht an Krebs zu sterben. Falls Sie zu den Menschen gehören, die wenig Umweltgifte vertragen, dann können Sie trotz Krankheit dank moderner Medizin meist trotzdem noch mehrere Jahre am Leben gehalten werden. Ein längeres Leben trotz Krankheit ist für mich der falsche Weg.

Als wir bereits 1977 Bio-Vollkornbrot gebacken hatten, galten die Bio-Bauern als rückschrittlich und fortschrittsfeindlich. Unsere Politiker haben leichtgläubig Wissenschaftlern vertraut, die mit Kunstdünger, Pflanzenschutzmitteln und Medikamenten einen höheren Ertrag erzielen wollten und unsere Landwirte wurden mit Steuergeldern zum fortschrittlichen Intensivlandwirt umgeschult.

Dank dem Volksbegehren Bienensterben haben alle Parteien erkannt, dass eine intensive Landwirtschaft mit umweltschädlichen Pflanzenschutzmitteln der falsche Weg ist und alle Parteien wollen nun gegensteuern. Die Bayerische Staatsregierung hat bereits gehandelt und will das Volksbegehren übernehmen und sogar noch verbessern. Als Verbraucher und Verarbeiter von Bio-Rohstoffen habe ich dazu noch einige Vorschläge:

Damit die Felder des Biolandwirts nicht durch Nachbarfelder belastet werden,  wird der Abstand zum intensiv bewirtschafteten Feld auf ca. 500 m erhöht. Dies ist leicht möglich indem man die Subventionen für Biogas nur noch vergibt wenn der Anbau für Biogas nur noch extensiv bezuschusst wird. Liebe Politiker wie viel Meter kommen dabei heraus? Sind es vielleicht nur 100 ?  Wer das Volksbegehren verbessern möchte, sollte das wissen oder ermitteln lassen! Ein ordentlicher Abstand ist sicher leicht möglich, wenn nur die extensiv bewirtschafteten Felder subventioniert werden. So bekommen die Intensiv Landwirte einen Ausgleich für ihre  extensiven Felder am Bio-Feld.

Damit nicht unnötig viele Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden, müssen Abgaben auf Pflanzenschutzmittel im Verhältnis zur Umweltschädlichkeit erhoben werden. Die Bio-Kontrollen und Bioberatungen zur Umstellung werden kostenlos durchgeführt und über diese Abgaben finanziert. Unsere Politiker haben bisher vorrangig eine Politik für globale Großkonzerne gemacht. Zum Anbau von Pflanzen für Biogas geben Sie Landwirten Subventionen. Doch bei Preisschwankungen am Weltmarkt, lassen sie zu, dass Landwirte in den Ruin getrieben werden. Landwirte brauchen einen sicheren Marktpreis für begrenzte Erzeugermengen pro Hektar. Bei guten Ernten können die Überschüsse der Biogaserzeugung zugeführt werden. So ist sicher gestellt, dass wir auch in Krisenzeiten von Importen und Finanzspekulanten unabhängig sind.

Unsere Kleinbauern waren erfolgreicher als die durch Enteignung entstandenen großen Kolchosen im Osten. Trotzdem wurde eine Landwirtschaftspolitik gemacht, die die Kleinbauern vernichtet und die großen immer größer macht. Die Massenproduktion der Großbetriebe ist nur deshalb günstiger, da die Umweltschäden dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Wenn man den Landwirten nun sagt es geht wieder rückwärts, sollte man ihnen die bereits gewährten Darlehen zur Produktionssteigerung zinsfrei und mehrere Jahre tilgungsfrei stellen.

Nur meckern oder Versprechungen machen, die nicht eingehalten werden nützt nichts. Es müssen Taten folgen. Unsere Politiker haben gehandelt und wir haben gehandelt: seit über 40 Jahren gibt es bei uns nur Vollkornbrot in Bio-Qualität. Und wir sind bereits einen Schritt weiter. In unseren Mehlsilos befindet sich seit 22.03.2019 ebenfalls nur Bio-Mehl. Am 13.03.2019 wurden unsere Mehlsilos mit 5480 kg Bio-Mehl befüllt, am 21.03.2019 weitere 2000 kg, am 29.03.2019 weitere 4980 kg und so geht es weiter, wenn Sie als Kunde uns weiterhin unterstützen.

Kaufbeuren, 04.04.2019   Rudolf und Sabrina Posselt, Bäckerei Posselt